Richtig heizen !
Falsche VerbrennungReduzierte Sauerstoffzufuhr während der Verbrennung bewirkt eine erhöhte Bildung von umweltbelastenden und gefährlichen Schwelgasen. Weiterhin stellen sich erhöhte Rußablagerungen an der Sichtscheibe, im Feuerraum und im gesamten restlichen Ofen- und Rauchrohrsystem ein. Sichtbar wird dies durch rötliche Flammenbildung mit dunklen Spitzen. Dadurch sinkt auch die Verbrennungstemperatur. Alles in allem verschlechtert sich der Verbrennungswirkungsgrad wesentlich d.h. die im Brennholz enthaltene Energie wird sehr unvollständig umgesetzt. Erhöhter Holzverbrauch bei gleichzeitig geringerer Wärmeabgabe sind die Folge, weil Ruß- und Teerrückstande sich als Isolierschicht im Ofen- und Kaminsystem ablagern und auf Dauer auch Materialschäden bewirken können. |
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Richtige VerbrennungFür eine saubere und vollständige Verbrennung mit lebhafter Flammenbildung braucht Holz ausreichend Sauerstoff (sogar einen „Luftüberschuss“ d.h. mehr Sauerstoffzufuhr als für den theoretisch errechneten Verbrennungsprozess notwendig wäre). |
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Was für Eigenschaften muss ein Holzofen bieten, um effektiv und umweltverträglich Holz zu verbrennen?Für eine umweltfreundliche Holzverbrennung braucht ein Ofen genügend Speichermasse. Warum? Holz entwickelt bei richtiger d.h. vollständiger (siehe oben) und umweltverträglicher Verbrennung einen hohen Wirkungsgrad bei gleichzeitig hoher Verbrennungstemperatur. Um diese in relativ kurzer Zeit erzeugte Energie auffangen zu können, benötigt ein wirtschaftlicher Ofen viel Masse. Diese Masse kann durch eine effiziente Heizgasführung (Zugsystem) die erzeugte Wärme aufnehmen um sie dosiert und gleichmäßig nach Verlöschen des Feuers über Stunden wieder an den Raum abzugeben. |
![]() Schnittzeichnung: Speicher- Grundofen original "SOSTRA" |
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Je mehr Masse ein Ofen hat, desto mehr Wärmeleistung kann er speichern und entsprechend abgeben. So werden Speicherfen nur max. 2 Std. befeuert um anschlieend bis zu 12 Std. lang Wrme ohne erneute Bedienung an den Wohnraum abzugeben. Diese Art der Befeuerung nennt man Zeitbrand. Im Gegensatz dazu lassen sich herkömmliche Stahlöfen ohne große Speichermassen nur in Dauerbrand betreiben: der Ofen muss somit durchgehend befeuert werden um kontinuierlich Wärme abzugeben. Es ergeben sich bei „leichten“ Stahl-Dauerbrandöfen (fast alle herkömmlichen Kaminöfen) für die Praxis zwei grundlegende Befeuerungsmöglichkeiten: Durch Sauerstoffreduzierung bewirkter langsamer Abbrand mit dem Ziel Holz zu sparen oder den Raum nicht zu überheizen, hat die oben beschriebenen Auswirkungen und Gefahren zur Folge (Schwelgasbildung und Rußniederschlag bei „falscher Verbrennung“). Richtiges Heizen (s.o.) mit ausreichender Sauerstoffzufuhr und hoher Abgastemperatur: der Ofen kann mangels Speichermasse und der entsprechenden Ofentechnik die erzeugte Hitze gar nicht aufnehmen. |
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